Freitag, 14. August 2015

Kaunas - Altstadt und Umgebung


Als ich durch Kaunas gelaufen bin hatte ich einen anderen Eindruck: ziemlich grau und irgendwie aus der Zeit gefallen. Wenn ich mir jetzt die Bilder anschaue ... ist es doch sehr bunt.


Das wichtigste Gebäude der Altstadt ist das Rathaus - auch der der weiße Schwan genannt. Der Bau begann im Jahr 1542 und dauerte mehrere Jahrhunderte. Früher fanden am Rathausplatz Jahrmärkte, Feierlichkeiten und Hinrichtungen statt. Heute sind es Eheschließungen und/oder offizielle Veranstaltungen.


Die Altstadt ist wunderschön: Kopfsteinpflaster, enge Gassen, bedeckt mit dickblättrigen Geranien, viele Cafés, Bars und Restaurants. Überall sitzen Menschen und doch ist es so ruhig. Litauer - zumindest mein Eindruck - sind sehr leise. Sogar die Kinder sind stumm. Völlig entspannt. Die Kellner flüstern regelrecht ...

Auch ein Augenschmaus: Die Kirche des Heiligen Erzengel Michael an der Laiswes-Allee - ursprünglich eine russisch-orthodoxe Kathedrale. Heute allerdings katholisch. 50 Meter hoch, fünf Kuppeln und Raum für ca. 1.000 Menschen auf der Suche nach Gott. 

Kanaus bietet - bis auf wenige restaurierte Ausnahmen - ein sehr ursprüngliches Stadtbild. Und das macht den Charme aus.   















Mittwoch, 12. August 2015

Meine erste Woche: Pfifferlinge sortieren


Ich hatte schon viele Jobs: Ikea-Kataloge austragen, kellnern, Kundenhilfe auf Inline Skates in einem Baumarkt ... und jetzt sortiere ich Pfifferlinge. Wenn ich meinen Lebensunterhalt damit verdienen müsste, dann würde ich nicht über die Runden kommen - Status quo Tag 1. Denn: Es wird pro Steige bezahlt.

Circa 15 Frauen und Männern zwischen 15 und 60 Jahre alt stehen an vier Tischen in einem gekühlten Raum. Beginn ist acht Uhr morgens, Feierabend gegen 17 Uhr - dazwischen eine Stunde Mittagspause. In der Mitte liegen die Pfifferlinge zum Sortieren - die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen. Manche schaffen zwischen 80 bis 100 Steigen in acht Stunden. Das entspricht ungefähr 310 kg - was ich ziemlich beeindruckend finde. Die meisten von ihnen machen das schon seit Jahren: Die Schüler und Studenten bessern ihr Taschengeld auf, die Älteren ihre Haushaltskasse. 

Es dauerte nicht lange bis meine Finger zu Eiszapfen mutierten und mein Rücken sich meldete. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal so lange gestanden bin. Und meine Steigen habe ich aufgehört zu zählen.

Beim Sortieren selbst vergeht die Zeit recht schnell. Nebenbei läuft Musik und hin wieder witzelt jemand. Viel Kommunikation findet nicht statt. In jedem Fall: Es macht Spaß. Ist anstrengend und mal was ganz Anderes. 







Sonntag, 9. August 2015

Ankunft in Kaunas


Meine persönliche Auszeit beginnt in Litauen - genauer gesagt in Kaunas. Am Stadtrand. Im Wald. In einem Holzhaus. Ohne Wi-Fi. Mit einer Kuh vor der Haustür. Wäre ich in Indien oder in Irland würden manche mein Vorhaben wahrscheinlich als „Woofing“ bezeichnen: Für die nächsten acht Wochen werde ich hier Pilze sortieren und Land und Leute kennenlernen.

Bisher habe ich über Kaunas bzw. Litauen nichts gewusst außer, wie ich dahin komme mit dem Auto: „Wir fahren bis Breslau, übernachten da. Dann durch Warschau … und dann sind wir da! 1.540 km. Als Beifahrer hatte ich Zeit mich mit Polen bzw. Litauen kurz auseinander zu setzen:

Polen
  • zu wenig Autobahnen, aber sehr viele Baustellen
  • auf fast jedem Radiosender findet eine Art Ostergottesdienst statt ... mit O-tönen vom Papst

Kaunas, Litauen
  • ist die 2. größte Stadt im Land - mit ca. 300.000 Einwohnern
  • war mal die Hauptstadt von Litauen (1920 - 1940)
  • soll ein pulsierendes Nachtleben haben (TBD)
  • Hüttenkäse scheint eine große Rolle zu spielen: von grob- bis kleinkörnig, mager bis fett … aus Kuh- oder Schafsmilch … die Auswahl ist erstaunlich
  • bedeutet auch: unberührte Natur 

Morgen geht es los. Ich bin gespannt.







Mittwoch, 22. Januar 2014

Outfit: Gesteppte Shorts


Düsseldorf ... ist in meinem Kopf unwiederbringlich mit Franjo Pooth verbunden. Und mit Heinrich Heine. Und einer gesteppten Shorts von Pimkie an einem sonnigen Sonntag im Januar.

Richtig gehört: Pimkie. Das letzte Mal habe ich dieses Modegeschäft von innen als Teenie mit Zahnspange gesehen. Umso überraschter war ich, als ich neulich doch mal "drin" war – es war tatsächlich auch was für mich dabei. Ich habe mich sofort in die gesteppte Short verliebt.

Als Existenzialist kombiniere ich das Ganze mit viel Schwarz – die einzige "Grenzüberschreitung" bildet das bunte Tuch.

Outfit: Pullover (Jake's), Tuch (Hermès), Shorts (Pimkie), Ankle Boots (Buffalo), Mantel (Grain de Malice), Tasche (LV)






Sonntag, 19. Januar 2014

Trip: Berlin


Manchen Städten tue ich wirklich Unrecht. Bochum zum Beispiel. Gedacht: dunkel (diese Kohle!), klein (ein Dorf!), hässlich (wegen der Kohle!). Aber ich wurde eines Besseren belehrt: sehr grün, ziemlich groß und gar nicht so hässlich. Eine liebe Freundin öffnete mir die Augen.

Genau das geschah auch letztes Wochenende in Berlin. Gedacht: unfreundlich (diese Berliner!), grau (dieses Wetter!), arm (die Wahrheit!). Daraus wurde nun: leckeres Essen, tolle Mischung aus Nostalgie und Moderne ... eine sehr entspannte Stadt.

Besonders gefallen hat mir das Café Gorki Park: Zu fairen Preisen gibt es hier Klassiker der russischen Küche ... von Bortsch, über Pelmeni bis hin zu Beef Stroganoff. Wie zu Hause.

Als Flohmarktliebhaber konnte ich mir den Mauerpark Flohmarkt nicht entgehen lassen. Jeden Sonntag ab 8 Uhr bieten Händler und Hobbyverkäufer Schmuck, Schuhe und Nostalgie-Artikel an. Sehenswert.

Ich werde meine Freundin in Berlin definitiv öfter besuchen.













Freitag, 10. Januar 2014

Kulinarisches: Granatapfel-Joghurt-Kuchen


Rumzappen, rumliegen, aus dem Fenster schauen ... in der Woche der Frau blättern – ich hatte wirklich erholsame Feiertage. Neben der Schlagzeile – Helene Fischer: Gibt Florian sie frei? – habe ich hier tatsächlich etwas Wissenswertes entdeckt: das Rezept für Joghurt-Glück mit Granatapfelkernen (Originaltitel). Zutaten für 16 Stück:

  • 250 g Mehl
  • 70 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 150 g weiche Butter
  • 8 Blatt weiße Gelatine
  • 300 g Granatapfelkerne
  • 3 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 1 Limette
  • 250 g Joghurt
  • 300 ml Sahne
  • 1 Pack. roter Tortenguss

Mürbeteig wie gewohnt zubereiten, in Folie wickeln und 30 Minuten kühlen. Anschließend Teig in einer gefetteten Form bei 200 Grad 20 Minuten backen, auskühlen lassen.

Gelatine einweichen, Granatapfelkerne herauslösen. Eigelb mit Zucker vermischen und schaumig schlagen. Limettensaft und etwas abgeriebene Schale dazu geben. Cremig rühren, 250 g Granatapfelkerne unterheben.

Gelatine in der Creme auflösen. Joghurt unterrühren. Steife Sahne unterheben. Auf dem Boden verteilen, 2 Std. kühlen. Restliche Kerne über den Kuchen streuen. Guss zubereiten und auftragen.

Fazit: Sieht gut aus. Schmeckt gut. Mir persönlich enthält das Originalrezept zu viel Dickungsmittel. Das nächste Mal lasse ich den Tortenguss weg. Die Creme wird aus 500 g Schlagsahne, 500 g Magerquark, 2 Päck. Vanillinzucker, Limettensaft und -schale sowie 2 Päck. Sahnesteif bestehen.

Dienstag, 7. Januar 2014

Outfit: Skater Rock






„Das ist aber ein kindischer Rock!“ Was macht Dich eigentlich zum Modeexperten Papa?“ Beide mussten wir herzhaft lachen. 

Ich gebe zu, der Skater Rock von Asos hat etwas Mädchen- bzw. Märchenhaftes: Das Muster, der schwere Brokatstoff, die goldenen Fäden und letztendlich auch seine Form haben wohl zu diesem Hinweis geführt. Ein Petticoat macht die Silhouette erst richtig weiblich und verspielt. Kombiniert mit einer schwarzen Bluse, Ankle Boots und einer Lacktasche war es für mich das perfekte Outfit für beschwingte Feiertage.

Outfit: Bluse (Benetton), Skater Rock (Asos), Ankle Boots (Buffalo), Tasche (Picard), Mantel (Grain de Malice)